Beteiligungsverfahren für Verkehrskonzept Wattenscheid gestartet

Bochum. Verkehrsströme verflüssigen, mehr Sicherheit, Platz für alle Verkehrsformen, Parkverkehre reduzieren: Die Ziele des geplanten Verkehrskonzepts für Wattenscheid sind ehrgeizig.  Am Mittwoch, 2. September, ist nun der Startschuss für die Bürgerbeteiligung zu diesem ambitionierten Projekt gefallen.

Stadtbaurat Dr. Markus Bradtke stellte zum Auftakt im Wattenscheider Rathaus gemeinsam mit der IGS Ingenieurgesellschaft Stolz mbH die Erwartungen an das Verkehrskonzept Wattenscheid vor. Bradtke: „Ziel ist ein zukunftsfähiges Konzept für alle Verkehrsteilnehmenden unter Berücksichtigung der städtebaulichen Entwicklung.“ Alle Bürgerinnen und Bürger haben nun in unterschiedlichen Beteiligungsformaten die Möglichkeit, bei der Erstellung dieses Konzepts aktiv mitzuwirken. Aktuell können auf der Online-Beteiligungsplattform www.wegedetektiv.de/wattenscheid verkehrliche Probleme, Verbesserungsvorschläge, aber auch positive Aspekte gemeldet werden – denn die Erfahrungen der Bürgerinnen und Bürger, die täglich die verkehrliche Infrastruktur nutzen, sind für die Planungen besonders wichtig und stellen einen wertvollen Beitrag zur Erstellung des Verkehrskonzeptes dar. „Wir möchten über unterschiedliche Methoden eine möglichst große Bandbreite öffentlicher Meinungsbilder erzeugen“, so Markus Bradtke.

Auf der Wegedetektiv-Seite ist eine Karte hinterlegt, auf der Bürgerinnen und Bürger einen Punkt oder eine Strecke markieren, ein Foto hochladen und einen kurzen Kommentar schreiben können. Der Wegedetektiv lässt sich von unterwegs auf dem Handy oder auf dem heimischen Rechner nutzen und wird voraussichtlich bis Ende des Jahres online sein. Die Kommentare, Fotos und Markierungen werden gesammelt und im Auftrag der Stadt von der IGS Ingenieurgesellschaft Stolz in Neuss anonym ausgewertet.

Das Büro Stolz befasst sich in einem ersten Schritt mit den Schwerpunkten „August-Bebel-Platz“ und „Berliner Straße“. Außerdem haben erste Untersuchungen zur verkehrlichen Situation im Stadtteilzentrum stattgefunden. Weitere Themenschwerpunkte wie die Fortschreibung des Radverkehrskonzeptes und der Umgang mit dem hohen Parkdruck in den Wohnquartieren werden im weiteren Verlauf des Projektes ebenfalls bearbeitet. Insgesamt ist für die Konzepterarbeitung ein Zeitraum von 1,5 Jahren vorgesehen