Ausfuhr im Jahr 2009
insgesamt um 18,4 Prozent niedriger als 2008
MAAS
RHEIN. Wie das
Statistische Bundesamt (Destatis) anhand vorläufiger
Ergebnisse mitteilt, wurden im Jahr 2009 von Deutschland Waren
im Wert von 803,2 Milliarden Euro ausgeführt und Waren im
Wert von 667,1 Milliarden Euro eingeführt. Die deutschen
Ausfuhren waren damit im Jahr 2009 um 18,4 Prozent und die
Einfuhren um 17,2 Prozent niedriger als im Jahr 2008. Sowohl
einfuhr- als auch ausfuhrseitig war das der höchste Rückgang
eines Jahresergebnisses der Außenhandelsstatistik seit 1950.
In der Rangliste der weltweit
größten Exportnationen wurde Deutschland im Jahr 2009 von
China an der Spitze abgelöst. Die Ausfuhren Chinas beliefen
sich nach Angaben des chinesischen Handelsministeriums im Jahr
2009 auf 1 201,7 Milliarden US-Dollar, die deutschen Ausfuhren
auf umgerechnet 1 121,3 Milliarden US-Dollar.
Die deutsche
Außenhandelsbilanz schloss im Jahr 2009 mit einem Überschuss
von 136,1 Milliarden Euro ab. Im Jahr 2008 hatte der Saldo in
der Außenhandelsbilanz 178,3 Milliarden Euro betragen.
Zusammen mit den Salden für
Dienstleistungen (- 15,8 Milliarden Euro), Erwerbs- und
Vermögenseinkommen (+ 43,3 Milliarden Euro), laufende
Übertragungen (- 33,0 Milliarden Euro) sowie Ergänzungen zum
Außenhandel (- 11,3 Milliarden Euro) schloss - nach
vorläufigen Berechnungen der Deutschen Bundesbank - die
Leistungsbilanz im Jahr 2009 mit einem Überschuss von 119,4
Milliarden Euro ab. Im Jahr 2008 hatte die deutsche
Leistungsbilanz einen Aktivsaldo von 165,2 Milliarden Euro
ausgewiesen.
In die Mitgliedstaaten der
Europäischen Union (EU) wurden im Jahr 2009 Waren im Wert von
503,5 Milliarden Euro versandt und Waren im Wert von 431,0
Milliarden Euro von dort bezogen. Gegenüber dem Jahr 2008
sanken die Versendungen in die EU-Länder um 19,1 Prozent und
die Eingänge aus diesen Ländern um 15,9 Prozent. In die
Länder der Eurozone wurden im Jahr 2009 Waren im Wert von
344,9 Milliarden Euro (- 16,1 Prozent) geliefert und Waren im
Wert von 306,5 Milliarden Euro (- 13,6 Prozent) aus diesen
Ländern bezogen. In die EU-Länder, die nicht der Eurozone
angehören, wurden im Jahr 2009 Waren im Wert von 158,7
Milliarden Euro (- 25,0 Prozent) ausgeführt und Waren im Wert
von 124,5 Milliarden Euro (- 21,1 Prozent) von dort
eingeführt.
In die Länder außerhalb der
Europäischen Union (Drittländer) wurden im Jahr 2009 Waren
im Wert von 299,7 Milliarden Euro exportiert und Waren im Wert
von 236,1 Milliarden Euro aus diesen Ländern importiert.
Gegenüber dem Jahr 2008 nahmen die Exporte in die
Drittländer um 17,1 Prozent und die Importe von dort um 19,4
Prozent ab.
Im Monat Dezember 2009 wurden
von Deutschland Waren im Wert von 69,0 Milliarden Euro
ausgeführt. Die Ausfuhren lagen damit erstmals seit Oktober
2008 wieder über dem Niveau des entsprechenden
Vorjahresmonats: Sie stiegen gegenüber Dezember 2008 um 3,4
Prozent. Die Wareneinfuhren nach Deutschland beliefen sich im
Dezember 2009 auf 55,5 Milliarden Euro, 6,5 Prozent weniger
als im Dezember 2008. Kalender- und saisonbereinigt nahmen im
Dezember 2009 die Ausfuhren um 3,0 Prozent und die Einfuhren
um 4,5 Prozent gegenüber November 2009 zu.
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