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WIRTSCHAFT

Ausbauplan für Flughafen Mönchengladbach wird nicht weiterverfolgt – Neue Verhandlungen über Kooperationsbasis

MRZ. Die Flughafen Düsseldorf GmbH hat heute zum 31.12.2010 den Kooperationsvertrag zwischen der NVV Niederrheinische Versorgung und Verkehr AG, der Stadt Willich und der Flughafengesellschaft Mönchengladbach GmbH (FMG) gekündigt. Dies wurde in der Aufsichtsratssitzung der FMG bekanntgeben. Zudem hat sich der Flughafen Düsseldorf als Mehrheitsgesellschafter entschieden, Pläne für einen Ausbau der Start- und Landebahn in Mönchengladbach nicht mehr weiterzuverfolgen.

Der Düsseldorfer Flughafen ist bereit, sich auch künftig in Mönchengladbach zu engagieren. Über eine neue Kooperationsbasis wird nun in den kommenden Monaten zwischen den Gesellschaftern beraten. Christoph Blume, Aufsichtsratsvorsitzender der FMG und Sprecher der Düsseldorfer Flughafengeschäftsführung: „Es ist unsere Absicht, mit den Gesellschaftern ein zukunftsfähiges Geschäftsmodell für Mönchengladbach zu entwickeln, um den dort ansässigen Fluggesellschaften, Flugschulen und Unternehmen weiterhin die notwendige Basis für ihre Geschäfte zu bieten.“

Die Grundlagen des Kooperationsvertrages haben sich seit dessen Abschluss am 06.07.1993 massiv gewandelt. Zudem ist der Betrieb des Verkehrslandeplatzes Mönchengladbach seitdem defizitär – auch für die Zukunft weisen Prognosen weiter nachhaltige Verluste aus. Darüber hinaus hat nun ein Gutachten der Deutschen Flugsicherung (DFS) ergeben, dass eine Ausweitung der Flugbewegungen in Mönchengladbach mit Kapazitätseinschränkungen in Düsseldorf verbunden wäre, weil sich die Anflugssektoren beider Flughäfen kreuzen. Deshalb ist eine entsprechende Ausweitung des Verkehrs in Mönchengladbach für den Flughafen Düsseldorf nicht akzeptierbar.

„Ich bedauere diese Entscheidung sehr, da damit für Mönchengladbach und die Region eine große Entwicklungschance nicht realisiert werden kann“, so Friedhelm Kirchhartz, Vorstandsvorsitzender der NVV. Kirchhartz weiter: „Wir werden uns in den folgenden Gesprächen dafür einsetzen, gemeinsam mit dem Flughafen Düsseldorf und der Stadt Willich eine zeitgemäße Perspektive für den Airport Mönchengladbach zu entwickeln.“

Die Flughafen Düsseldorf GmbH hält 70,03 Prozent der Anteile am Regional-Flughafen Mönchengladbach. 29,964 Prozent sind im Besitz der Niederrheinischen Versorgung und Verkehr AG, 0,006 Prozent hält die Stadt Willich.

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