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RHEIN-KREIS NEUSS
Kreative Regionen aus fünf Ländern tagten auf der Raketenstation Hombroich

RK NEUSS.
Innovative Zukunftsprojekte anzustoßen und zu entwickeln, war das Ziel des internationalen Workshops „Kreative Regionen“, zu dem der Rhein-Kreis Neuss und die englische Grafschaft Cheshire gemeinsam eingeladen hatten. An der Innovationskonferenz auf der Raketenstation Hombroich bei Neuss-Holzheim nahmen 30 Vertreter von Stadt- und Regionalverwaltungen, Universitäten und Beratungseinrichtungen aus fünf Nationen teil: aus Großbritannien (Cheshire und Norfolk), Frankreich (Lille und Nancy), den Niederlanden (Limburg und Venlo), Belgien (Westflandern und Kortrijk) und Deutschland (Rhein-Kreis Neuss, Kreis Groß-Gerau, Regionalverband Ruhrgebiet, Landschaftsverband Rheinland, Landschaftsverband Westfalen-Lippe).

Eröffnet wurde der zweitägige Zukunftsworkshop von Landrat Dieter Patt, Kreiskulturdezernent Tillmann Lonnes und den Projektkoordinatoren Alan Thornley (Cheshire) und Christian Grüssen (Dortmund). Neben Projekten zur Steigerung der Vielfalt und Qualität kultureller, künstlerischer und kreativer Angebote, zu Stadt- und Landschaftsplanung sowie Wirtschaftsentwicklung und damit zur Verbesserung der Lebensqualität stand bei dem ersten Treffens dieser Art auch die Vorbereitung eines gemeinsamen Förderantrags an die Europäische Union auf dem Programm. Präsentiert wurden eine Vielfalt erfolgreicher Projekte, von der Umnutzung ehemaliger Fabrikgebäude für junge Designer und andere Kreative, über die Gestaltung von Freiräumen durch renommierte Gartenarchitekten, die Entwicklung neuer Standorte für Kunst, Kultur und Kulturwirtschaft, wie beispielsweise bei der Raketenstation Hombroich, bis hin zur umfassenden Stadterneuerung in Venlo durch die Ansiedlung von Kreativbranchen. In der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit sahen alle Projektpartner enorme Vorteile für die Entwicklung und Umsetzung neuer Konzepte. So schätzten sie auch die Aussichten, mit einem gemeinsamen Projekt eine 50-prozentige Förderung durch die Europäische Union zu erlangen, als ausgesprochen gut ein, denn nicht nur Metropolen wie London und Paris oder Städte, in denen sich Design, Medien und Werbeagenturen konzentrieren, wie etwa in Liverpool, Manchester, Köln oder in Düsseldorf, seien für Unternehmen der kreativen Branchen attraktiv. Landrat Dieter Patt zeigte sich sehr zufrieden mit dem Verlauf der Veranstaltung: „Wir haben im Rhein-Kreis Neuss hervorragende Standortbedingungen. Gemeinsam mit den an der Veranstaltung beteiligten Regionen können wir interessante Projekte auf den Weg bringen und Ideen entwickeln. Diese Zusammenarbeit wollen wir in Zukunft weiter ausbauen“

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