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NRW & DEUTSCHLAND
IHK-Blitzumfrage: Stimmung hellt sich weiter auf Arbeitsmarkt in der Region bleibt auch 2010 stabil

MAAS RHEIN. "Die Stimmung in der regionalen Wirtschaft hellt sich merklich auf - ein Jahr der großen Sprünge werden wir jedoch nicht erleben." So fassen die Hauptgeschäftsführer der IHKs Mittlerer Niederrhein und Düsseldorf, Dr. Dieter Porschen und Dr. Udo Siepmann, das Ergebnis der aktuellen IHK-Blitzumfrage bei rund 400 Betrieben in den Kammerbezirken Düsseldorf und Mittlerer Niederrhein zusammen. Getragen werde die insgesamt positive Stimmung von der guten Entwicklung der ausländischen Absatzmärkte, speziell in Asien und Amerika, dem stabilen heimischen Arbeitsmarkt sowie einem verbesserten Konsumklima in der Bevölkerung.

Noch zu Jahresbeginn habe sich die Aufschwungshoffnung nur an die positiven Erwartungen der Betriebe geknüpft. Inzwischen äußern sich die Betriebe aber auch wieder zufrieden mit ihrer aktuellen Wirtschaftslage. In der Folge sei der IHK-Konjunkturklimaindex, in dem Lageurteile und Erwartungen zusammengefasst werden, mit über 120 Punkten deutlich in den positiven Bereich gestiegen. Zu Jahresbeginn habe er dagegen noch leicht unter seinem neutralen Niveau von 100 Punkten notiert. Konkret seien die Unternehmen mit einer aktuell guten Geschäftslage zum ersten Mal seit dem Spätsommer 2008 wieder in der Überzahl, und zwar mit 26 Prozent gegenüber den Betrieben in einer schlechten Geschäftslage (19 Prozent). Dieses Ergebnis werde deutlich durch einen Stimmungswandel in der Industrie beeinflusst. Während der Saldo aus Gut- und Schlecht-Meldungen zum Jahresbeginn bei den Unternehmen dieser Branche noch bei minus 23 Prozentpunkten gelegen habe, sei er inzwischen wieder leicht im positiven Bereich (plus fünf Prozentpunkte). Aber auch in Handel und Dienstleistungen würden jetzt leicht die Betriebe mit einer guten Geschäftslage überwiegen. Gleichwohl seien im Frühling 2010 die Wirtschaftserwartungen noch deutlich besser als die Geschäftslage. 46 Prozent der Betriebe rechneten für die nächsten zwölf Monate mit einer Verbesserung ihrer eigenen Geschäftslage. Nur knapp zehn Prozent gingen von einer Verschlechterung aus. "Auch hier fällt vor allem der Stimmungsumschwung des zuvor noch eher verhaltenen Produzierenden Gewerbes auf", analysieren Porschen und Siepmann weiter. So erwarte fast jedes zweite Industrieunternehmen binnen Jahresfrist eine bessere Geschäftslage als derzeit. Und nur acht Prozent der Betriebe befürchteten, dass sich ihre Situation verschlechtern könnte. Dieser Optimismus gründe vor allem in hohen Erwartungen an die weitere Entwicklung der Auslandsgeschäfte. So rechneten 38 Prozent der exportorientierten Betriebe mit steigendem Auslandsabsatz, während nur 8 Prozent einen Rückgang befürchteten. "Die positive Stimmung darf jedoch nicht darüber hinweg täuschen, dass wir uns noch in einer Phase wirtschaftlicher Erholung befinden, nicht aber schon mitten in einem Boom", warnen die IHKs vor Euphorie. So zeige beispielsweise der Blick auf die aktuellen Investitionspläne der regionalen Wirtschaft, dass 2010 noch kein Jahr der großen Sprünge werde. Nur jedes vierte Unternehmen erhöhe zwar sein Investitionsbudget, jeder fünfte Betrieb fahre es hingegen noch einmal zurück. Schlechte Kreditkonditionen oder gar eine Kreditklemme seien dabei jedoch keine Begründung für die anhaltende Investitionsmüdigkeit. "Über 80 Prozent der Unternehmen melden uns verbesserte oder stabile Kreditbedingungen. Der Anteil der abgelehnten Kredite liegt bei nur drei Prozent." Entgegen den ersten Befürchtungen vieler Experten erweise sich der regionale Arbeitsmarkt als sehr stabil. Habe zunächst die Kurzarbeit geholfen, viele Beschäftigungsverhältnisse zu sichern, so trage nun auch die positive Grundstimmung in der Wirtschaft dazu bei. Aktuell sei die Anzahl der Unternehmen, die zusätzliche Mitarbeiter einstellen wollten, sogar leicht höher als die Anzahl der Betriebe, die Stellen abbauen müssten.

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