Land reserviert eine Milliarde Euro
für Wohnraumförderung 2010
MRZ. Rund eine Milliarde
Euro wird das Land in diesem Jahr für die Wohnraumförderung
reservieren. "Der soziale Wohnungsbau in Nordrhein-Westfalen
ist modern, richtig und zukunftsweisend. Wir haben im Krisenjahr
2009 die Rekordsumme von 1,141 Milliarden Euro - statt wie
ursprünglich geplant 950 Millionen Euro - in den Wohnungsbau
investiert. Das beweist die hohe Akzeptanz unseres Programms bei der
Wohnungswirtschaft", sagte Bauminister Lutz Lienenkämper in
Düsseldorf.
Neue Akzente will Lienenkämper mit
einer Zuschussförderung für Abriss und Neuinvestitionen in nicht
mehr zeitgemäße Wohnsiedlungen der 1960er und 1970er Jahre setzen.
Dafür stehen in 2010 erstmals Zuschüsse in Höhe von zwei
Millionen Euro bereit; insgesamt sind für diese Förderung bis 2013
rund 19,5 Millionen Euro reserviert. Außerdem werden Räume für
die wohnungsnahe soziale Infrastruktur und Projekte, die sich aus
kommunalen Handlungskonzepten für das Wohnen ableiten, gefördert.
Der Mietwohnungsbau, für den in
2010 rund 400 Millionen Euro bereit stehen, wird, wie bereits im
vergangenen Jahr, gezielt auf Städte und Gemeinden mit hohem Bedarf
konzentriert. Auch Wohnungen und stationäres Wohnen für ältere
und behinderte Menschen werden aus dieser Summe weiterhin
gefördert. Lienenkämper kündigte an, auch in diesem Jahr könnten
die Kommunen alle Förderanträge für den Bau oder Erwerb von
Eigenheimen bewilligen, die die entsprechenden Voraussetzungen
erfüllen. Dafür sind 500 Millionen Euro reserviert. Für
Investitionen in den Bestand sind 100 Millionen Euro eingeplant.
"Unsere soziale
Wohnraumförderung ist ein schnell wirkendes Konjunkturpaket. Eine
Milliarde Euro stößt das dreifache Investitionsvolumen an. Kein
anderes Bundesland ist im sozialen Wohnungsbau, aber auch bei der
Förderung von Eigentum vergleichbar gut aufgestellt. Bei der
energetischen Sanierung von Sozialwohnungen, aber auch mit unserem
neuen Abrissprogramm ist Nordrhein-Westfalen im Ländervergleich
klar an der Spitze", erklärte Lienenkämper.
Insgesamt 92 Prozent der
Wohnraumförderung in 2010 wird aus Mitteln der NRW.Bank finanziert,
der Rest sind Kompensationszahlungen aus dem Bundeshaushalt, die den
Ländern durch die Föderalismusreform zustehen.
Im Jahr 2009 hat das Land für den
Mietwohnungsbau Darlehen in Höhe von 492 Millionen Euro für 5.645
Wohnungen gewährt. Außerdem entstehen mit rund 28 Millionen Euro
829 Heimplätze für behinderte Menschen. Mit 564 Millionen Euro
wurden Bau oder Erwerb von 7.872 Eigenheimen gefördert - dabei lag
der Anteil von Neubauobjekten gleichauf mit dem Erwerb von
Gebrauchtimmobilien. In die energetische Nachrüstung von
Sozialwohnungen, in die Reduzierung von Barrieren im Wohnungsbestand
und die Modernisierung von Alten- und Pflegeheimen, insgesamt 2.675
Wohneinheiten, flossen 57 Millionen Euro.
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