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Weniger
Verbraucherinsolvenzen, aber mehr Unternehmensinsolvenzen im Jahr
2008
MAAS
RHEIN. 10 388 nordrhein-westfälische Unternehmen stellten im
Jahr 2008 bei den Amtsgerichten des Landes einen Antrag auf Eröffnung
eines Insolvenzverfahrens. Wie Information und Technik
Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, waren das
10,8 Prozent mehr als im Jahr 2007 (damals: 9 374
Unternehmensinsolvenzen). In 7 904 Fällen wurde ein
Insolvenzverfahren eröffnet; in 2 484 Fällen musste die Eröffnung
mangels Masse abgewiesen werden.
Neben den Unternehmen beantragten 25 065 weitere Schuldner die Eröffnung
eines Insolvenzverfahrens. Dabei wurde das 1999 im Rahmen der
Insolvenzrechtsreform eingeführte Verbraucherinsolvenzverfahren für
Personen, die nicht selbstständig tätig sind (z. B.
Arbeitnehmer/innen, Rentner/innen, Arbeitslose), in 23 004 Fällen
in Anspruch
genommen. Mit -5,5 Prozent war die Zahl der Verbraucherinsolvenzen
damit erstmals seit Einführung der Verbraucherinsolvenz niedriger
als im Vorjahr. Bei den übrigen 2 061 Fällen handelte es sich z.
B. um ehemals Selbstständige, die nicht eindeutig zugeordnet werden
konnten, Nachlässe und Ähnliches.
Die Gesamtzahl der Insolvenzen in Nordrhein-Westfalen war im Jahr
2008 mit 35 453 um 3,0 Prozent niedriger als im Vorjahr (36 538).
Die hieraus resultierenden Forderungen der Gläubiger summieren sich
auf voraussichtlich 6,8 Milliarden Euro.
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