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Exportkontrolle
eine Gemeinschaftsaufgabe
NRW/D.
„Regelungen zur Exportkontrolle müssen praxisnah und verständlich
sein.“ Dafür plädierte BDI-Vizepräsident Jürgen R. Thumann am
Donnerstag auf dem Exportkontrolltag 2009 in Münster. „Gewährleistet
der Gesetzgeber zügige und transparente Verfahren, wird die
Exportkontrolle in der Wirtschaft auch akzeptiert“, so Thumann.
Derzeit wälzten Politik und Verwaltung jedoch die gesamte
sicherheitspolitische Verantwortung auf die Wirtschaft ab. „Wir
laufen Gefahr, dass dieBalance zwischen Kontrollumfang und Außenhandelsfreiheit
zunehmend aus dem Lot geraten“, warnte Thumann.
Die
in den letzten Jahren verfolgten Ansätze, Kontrollen für alle
denkbaren Vorfeldaktivitäten, Umgehungen sowie von
Finanztransaktionen in das System der Exportkontrolle einzuführen,
stießen aber an ihre Grenzen und würden mehr Probleme aufwerfen,
als sie lösten. Dabei gerate in Vergessenheit, dass „die Qualität
der Exportkontrollen in erster Linie dadurch bestimmt wird, dass
Unternehmen verständliche Vorschriften und transparente Verfahren
an die Hand bekommen“, so Thumann. Daran fehle es zunehmend.
Thumann forderte die Politik und Verwaltung auf, das Know-how der
Wirtschaft stärker zu nutzen und appellierte an die Unternehmen,
sich aktiv und konstruktiv einzubringen. Ziel sei der Aufbruch in
eine vertrauensvollere und intensivere Zusammenarbeit zwischen
Politik und Wirtschaft in diesem Politikfeld. „Exportkontrolle
muss, sowohl von Seiten des Staates als auch der Wirtschaft, wieder
als Gemeinschaftsaufgabe verstanden werden“, so Thumann.
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