|
Schüler
und Azubis schieben Sonderschicht
MAAS
RHEIN. Seit Monaten schieben Schülerinnen und Schüler sowie
auch einige Azubis freiwillige Sonderschichten. Sie bereiten sich
auf den Regionalwettbewerb „Jugend forscht“ vor. Während im
Bundesgebiet die Konkurrenz zum 44. Male veranstaltet wird, lädt
die Unternehmerschaft Niederrhein die Jugend der Region zwischen
Heinsberg und Kleve zum 14. Male zu der Konkurrenz ein. Das Jubiläum
des 50jährigen Bestehens war für den in Krefeld ansässigen
Arbeitgeberverband 1996 der Anlass, die Patenschaft für den
niederrheinischen Regionalwettbewerb zu übernehmen. Am 3. März
treffen sich rund 300 junge Leute im Krefelder Seidenweberhaus, um
dort rund 160 Forschungsprojekte zu präsentieren.
Als
die Unternehmerschaft die Patenschaft für den Regional-Wettbewerb
übernahm, ahnte sie nicht, welche Lawine sie lostreten würde. Seit
mehr als zehn Jahren ist die niederrheinische Konkurrenz die größte
im Bundesgebiet. Bundesweit treten in 76 Regionalwettbewerben in
diesen Tagen junge Leute mit ihren Forschungsarbeiten an. Ein Grund
für den großen Erfolg der Forschungsidee ist wohl der gute
Kontakt, den die Unternehmerschaft Niederrhein seit mehr als 40
Jahren zu den weiterführenden Schulen unterhält. 36 Schulen,
darunter nicht nur Gymnasien, sondern auch Real-, Haupt- und
Grundschulen, entsenden ihre Forscherteams. Daneben sind
Lehrlinge aus vier Betrieben am Start. Die Jungforscher
kommen aus Krefeld, Mönchengladbach und den Kreisen Viersen, Neuss,
Moers, Kleve und Heinsberg.
Die
Forschungsthemen klingen auch in diesem Jahr vielversprechend. Da
wird eine „Mütterbesänftigungsmaschine“ angekündigt. Es wird
Eisen in der Nougatcreme gesucht. Abwasserprobleme einer
milchverarbeitenden Firma sind ein Thema. Der Nutzen von
Energiesparlampen wird getestet. Und ein paar junge Damen
untersuchen, wie mittels Protonen die verschlüsselte Informationsübertragung
in der Quantenkryptographie stattfindet.
In
Krefeld werden die Teilnehmer großer Konkurrenz begegnen. Rund 160
Forschungsarbeiten wurden angemeldet. „Das ist viel, aber diesmal
kein neuer Rekord“, stellt Hartmut Schmitz, Hauptgeschäftsführer
der Unternehmerschaft, fest, der seit 14 Jahren mit seinen
Mitarbeitern die Veranstaltung für die Region organisiert. Den
Rekord-Status sieht Schmitz auch 2009 nicht gefährdet, denn mehr
als hundert Arbeiten hat kaum einer der anderen Regionalwettbewerbe
aufzuweisen. Wohl kennt
Schmitz den Grund für die verminderte Teilnehmerzahl: „Es finden
in diesen Wochen in Nordrhein-Westfalen gleich mehrere Qualitätstests
an Schulen statt, auf die sich Schüler und Lehrer konzentrieren
mussten. Wir freuen uns, dass trotzdem fast 300 Teilnehmer nach
Krefeld kommen werden.“
Jedes
Forschungsprojekt wird an einem eigenen Stand präsentiert. Zunächst
wird eine Jury aus Lehrern, Hochschullehrern sowie Ausbildern und
Ingenieuren aus Firmen der Region die Arbeiten sichten und bewerten.
Grund- und Sek-I-Schüler bis zum Alter von einschließlich 14
Jahren werden in der Kategorie „Schüler experimentieren“
bewertet. Für die älteren – es sind wieder alle Schulformen und
auch einige Azubis am Start – geht es unter der Überschrift
„Jugend forscht“ um Platz oder Sieg. Ab 14 Uhr ist dann auch
allgemeines Publikum im Seidenweberhaus willkommen. Um 17:15 Uhr
steigt die Spannung auf den Siedepunkt: Im Rahmen einer Feierstunde
werden die Sieger bekannt gegeben und alle Teilnehmer mit einem
Anerkennungsgeschenk bedacht. Die Regionalsieger von „Schüler
experimentieren“ treffen sich zum Landesvergleich am 8. und 9. Mai
in Bochum. Für die „Jugend-forscht“-Besten geht es vom 30. März
bis zum 2. April nach Leverkusen zum Landeswettbewerb.
|