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Vertrag über
grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Umweltbereich mit den
Niederlanden geschlossen
MAAS RHEIN. Die
niederländischen Provinzen Gelderland, Limburg, Nordbrabant
und Overijssel sowie das Land Nordrhein-Westfalen haben eine
neue Fassung ihrer gemeinsamen Erklärung im Umweltbereich
unterzeichnet.
Der Staatssekretär des
nordrhein-westfälischen Umweltministeriums, Dr. Alexander
Schink, und die Deputierten der niederländischen Provinzen
Gelderland, Drs. Annelies van der Kolk, Limburg, Bert Kersten,
Nordbrabant, Onno Hoes, und Overijssel, Dick Buursink,
unterzeichneten die Erkärung in dem Regierungsgebäude der
Provinz Limburg, in dem 1992 der europäische Vertrag von
Maastricht unterzeichnet wurde.
Die wichtigsten Neuerungen in
der Umwelterklärung sind die Einbeziehung der Provinz
Nordbrabant sowie die Festlegung regelmäßiger
Verwaltungsgespräche. Darüber hinaus wurde die gemeinsame
Erklärung auf sämtliche Umweltthemen ausgeweitet,
einschließlich der Umweltaspekte der Themen Anpassung an den
Klimawandel und Energie. Außerdem will man sich stärker auf
die Entwicklungen auf dem Gebiet der europäischen
Umweltpolitik und Umweltgesetzgebung konzentrieren.
Mit der Änderung entsteht
eine Umweltkooperation innerhalb einer europäischen Region,
in der insgesamt 25 Millionen Menschen leben und arbeiten: 18
Millionen in Nordrhein-Westfalen und 7 Millionen in den
Provinzen Gelderland, Limburg, Nordbrabant und Overijssel. Ein
dicht besiedeltes Gebiet, in dem sich Industrie, Wohngebiete
und stark befahrene (Wasser-)Straßen mit ländlichen
Gebieten, Natur und Wäldern abwechseln. Staatssekretär Dr.
Schink begrüßte die Erweiterung der Kooperation. „Umweltverschmutzung
macht an Landesgrenzen nicht halt. Um diesem Problem
wirkungsvoll begegnen zu können, ist grenzüberschreitende
Zusammenarbeit unerlässlich. Ich freue mich deshalb ganz
besonders, dass mit der Provinz Nordbrabant ein weiterer
niederländischer Partner in die seit Jahren erfolgreiche
Zusammenarbeit einbezogen wird. Die grenzüberschreitende
Zusammenarbeit wird hier einen Beitrag zur Verbesserung der
Lebensqualität leisten.“
Die intensive Zusammenarbeit
in Umweltfragen zwischen Gelderland, Limburg,
Nordrhein-Westfalen und Overijssel besteht bereits seit Ende
der achtziger Jahre. Sie wurde 1992 in einer gemeinsamen
Erklärung formalisiert, die 1998 aktualisiert wurde. Konkret
hat diese Zusammenarbeit unter anderem dazu geführt, dass
Gegenüberstellungen in den Bereichen Luftreinhaltung, Lärm
und Bodenschutz in Nordrhein-Westfalen und den
niederländischen Provinzen durchgeführt wurden. Die
Europäische Kommission wird in entsprechenden Berichten über
diese Projekte informiert.
Anlass zur Zusammenarbeit war
seinerzeit die Smogproblematik – ein Umweltproblem, das sich
naturgemäß nicht an Grenzen hielt und deshalb nur gemeinsam
bewältigt werden konnte. Im Laufe der Zeit kamen immer mehr
grenzüberschreitende Umweltprobleme auf die Tagesordnung der
gemeinsamen Gespräche. Die Regionen vereinbarten, einander
nicht nur über die Luftverschmutzung, sondern auch über
andere grenzüberschreitende Umweltprobleme zu informieren und
einander zu konsultieren.
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