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MÖNCHENGLADBACH
Regierungspräsident äußerst besorgt 
über Haushaltssituation in Mönchengladbach 


MG.
Die Bezirksregierung Düsseldorf hat zum Mönchengladbacher Haushalt 2009 Stellung genommen. Erwartungsgemäß verbleibt die Stadt ohne genehmigungsfähiges Haushaltssicherungskonzept im so genannten Nothaushaltsrecht. Erstmals hat die Stadt Mönchengladbach im vergangenen Jahr eine vollständige Umstellung der Haushaltsführung vom kameralistischen Rechnungswesen zum "Neuen Kommunalen Finanzmanagement (NKF)" vorgenommen. Mit der Aufstellung eines Ergebnisplanes, eines Finanzplanes und dem Entwurf einer Eröffnungsbilanz hat die Stadt Mönchengladbach haushaltsrechtliches Neuland betreten, erklärte der Regierungspräsident in Düsseldorf. Der Gesamtergebnisplan der Stadt Mönchengladbach weist für das Jahr 2009 ein Defizit von 118,0 Millionen Euro aus. Nach der derzeitige Lage muss die Stadt von einem deutlich höheren Defizit von 160 Millionen Euro ausgehen. Das in der Haushaltssatzung festgesetzte Volumen der Liquiditätskredite ist mittlerweile auf 775 Millionen Euro Euro angewachsen. Als besorgniserregend betrachtet Büssow den fortwährenden Verzehr des städtischen Eigenkapitals. In Anbetracht der Eröffnungsbilanz und der progonostizierten Jahresfehlbeträge ist eine vollständige Aufzehrung des Eigenkapitals und somit die bilanzielle Überschuldung spätestens im Jahre 2015 zu befürchten. Die Stadt steht damit vor dem finanziellen Abgrund und wird bei ungebremster Entwicklung spätestens ab 2012 von der Kommunalaufsicht als "von Überschuldung bedroht" angesehen. Weitgehende Verluste kommunaler Handlungsfähigkeit, in Städten wie Duisburg und Oberhausen bereits Realität, werden die Folge sein. Die Stadt habe nun eine historische Chance, auf den letzten Metern durch einen Kraftakt der Haushaltskonsolidierung das Ruder herumzureißen, um den Eintritt in die (drohende) Überschuldung und den damit verbundenen fast vollständigen Verlust der städtischen Handlungsfreiheit zu verhindern, heißt es aus Düsseldorf Für das Jahr 2010 erwartet Regierungspräsident Büssow ein qualitativ und quantitativ vollkommen überarbeitetes Haushaltssicherungskonzept. Die Tabuisierung einzelner Bereiche, sowohl auf der Seite der Erträge wie auch bei den Aufwendungen, könne es dabei nicht mehr geben. Während die Nothaushaltsstädte auf der anderen Rheinseite den Ernst der Lage erkannt hätten und anspruchsvolle Sparkonzepte vorlegten, liegt der Bezirksregierung noch kein Konsolidierungskonzept der Stadt Mönchengladbach vor. "Es muss endlich ein Ruck durch die Gladbacher Politik und Verwaltung gehen!" forderte Büssow. Die von Gutachtern gemachten Vorschläge seien dabei eine Grundlage, auf der man aufsetzen könne.
 
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