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KREIS WESEL

Erste Zahlen des Familienberichtes liegen vor

KREIS WESEL. Im Jugendhilfeausschuss wurden jetzt die ersten Ergebnisse der Familienbefragung vorgestellt. Die repräsentative Befragung, die die Faktor Familie GmbH gemeinsam mit dem Kreisjugendamt durchgeführt hat, erbrachte einen sensationell hohen Rücklauf von 49 Prozent.

Von 4.000 zufällig ausgewählten Familien in den Jugendamtsgemeinden Alpen, Hamminkeln, Hünxe, Neukirchen-Vluyn, Schermbeck, Sonsbeck und Xanten, der sich Rheinberg angeschlossen hatte, antworteten 1.963. Holger Wunderlich und Stefanie Klein von Faktor Familie erläuterten die ersten Ergebnisse.

Danach beurteilen 60 Prozent der Befragten ihre Stadt oder Gemeinde als kinderfreundlich, 39 Prozent loben das familienspezifische Angebot vor Ort, aber 20 Prozent bemängeln das nicht ausreichende Freizeitangebot. Die wirtschaftliche Situation der Befragten verdeutlicht, dass 14 Prozent der Familien als arm, 11 Prozent als armutsnah und 75 Prozent als nicht arm einzustufen sind. Eine weitere Tabelle zeigte, dass der Bildungsstand der Eltern in Relation zu diesen Aussagen steht, sprich die ärmeren Familien verfügen offensichtlich über einen geringeren, die reicheren über einen höheren Bildungsstand.

Christa Röhricht, Leiterin des Fachbereichs Jugend, verwies darauf, dass nach den Zahlen nunmehr die Auswertung erfolgen wird, denn den Daten sollen Taten folgen. Der komplette Bericht wird voraussichtlich im Sommer vorliegen.

Einstimmig sprach sich der Jugendhilfeausschuss für den mit Ergänzungen vorgelegten Bedarfsplan über die Tagesbetreuung von Kindern aus. Dabei wurde deutlich, dass man das Land weiterhin in der Verantwortung sieht, sich auch finanziell zu beteiligen. Ziel des Plans ist es, bis 2013 für Kinder unter drei Jahren 519 Plätze zu realisieren. Dies würde für den weiteren Ausbau Investitionskosten von rund 6 Mio. Euro bedeuten.

Einstimmig verabschiedete man die Richtlinien zur Förderung von Kindern in Tagespflege zu, die 3,70 Euro/Stunde vorsehen bei Kindertagespflegepersonen mit einer Teilqualifizierung und 4,20 Euro/Stunde bei einer Vollqualifizierung. Auch die Satzung über die Erhebung von Elternbeiträgen zur Kindertagespflege wurde dem Kreistag einstimmig empfohlen. Sie orientiert sich an den Elternbeiträgen für den Besuch einer Kindertageseinrichtung.

Weiterhin fasste der Jugendhilfeausschuss folgende einstimmigen Beschlüsse: Der Tanzsportclub Grün-Weiß Schermbeck 1990 wird als Träger der freien Jugendhilfe anerkannt. Die Jugendgruppe Bönninghardt erhält einen erhöhten Festzuschuss von 5.100 Euro jährlich. 

Einstimmig empfahl der Jugendhilfeausschuss dem Kreistag:

Der Evangelischen Kirchengemeinde Vluyn wird zu den Kosten des Neubaus ihres Jugendheims in Vluyn ein Zuschuss in Höhe von 25 Prozent der anerkennungsfähigen Gesamtkosten, maximal 150.000 Euro, gewährt. 

Der Evangelischen Kirchengemeinde Neukirchen wird zu den Kosten des Umbaus ihres Jugendheims in Neukirchen ein Zuschuss in Höhe von 25 Prozent der anerkennungsfähigen Gesamtkosten, maximal 123.500 Euro, gewährt. 

Der Evangelischen Kirchengemeinde Schermbeck wird zu den Kosten der Umgestaltung von Räumen im Jugendheim in Schermbeck ein Zuschuss in Höhe von 25 Prozent der anerkennungsfähigen Gesamtkosten, maximal 8.500 Euro, gewährt. 

Der Evangelischen Kirchengemeinde Alpen wird zu den Kosten der Erweiterung von Räumen im Jugendheim in Alpen ein Zuschuss in Höhe von 25 Prozent der anerkennungsfähigen Kosten, maximal 8.000 Euro, gewährt.

Der Katholischen Kirchengemeinde Dingden wird für die Neueinrichtung einer Küche im Kinder- & Jugendtreff St. Pankratius „next generation“ in Hamminkeln-Dingden ein Investitionskostenzuschuss in Höhe von 25 Prozent der anerkennungsfähigen Gesamtkosten, maximal 5.000 Euro, gewährt.

Abgelehnt wurde der Antrag des Moerser Vereins „Väter helfen Vätern“ auf finanzielle Förderung.

Vertagt wurde die Haushaltsberatung, weil man hinsichtlich der unterschiedlichen Anträge zur Befreiung von der Beitragspflicht für den Kindergartenbesuch noch ein Gespräch der Fraktionsvorsitzenden abwarten möchte.

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