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Kreis Wesel hat alles im Griff - Bauausschuss lobt
ersten Energiebericht
KREIS WESEL.
Die Kreisverwaltung spart Energie, die Politik spart nicht mit Lob
dafür. Auf diese kurze Formel kann man die Diskussion zum erstmals
vorgelegten Energiebericht des Kreises Wesel bringen. Dr. Thomas
Palotz erläuterte den Bericht gemeinsam mit dem
Kreis-Energieberater Andreas Cluse vor dem Ausschuss für Bauen und
Abfallwirtschaft. Alle Fraktionssprecher dankten für den gut
aufbereiteten Bericht, der eine Basis für die zukünftigen
Entscheidungen sein wird.
Deutlich
wurde in der Diskussion, dass der Energiebericht zunächst eine
Bestandsaufnahme ist, die aber Grundlage für weitere detailliertere
Betrachtungen sein wird. Der Ausschuss will sich regelmäßig mit
dem Thema Energiesparen befassen.
Bekanntlich
hatte der Kreistag bereits Mitte 2007 beschlossen, den CO2
Ausstoß der kreiseigenen Liegenschaften bis 2012 um rund 24 Prozent
(1.500 to/a) zu reduzieren und den Anteil der erneuerbaren Energien
am gesamten Primärenergieverbrauch von zur Zeit 3 Prozent auf rund
15 Prozent zu erhöhen. Dafür stellt der Kreis ab 2008 jährlich
zusätzliche Mittel von 750.000 Euro für die energetische
Modernisierung der Gebäude und haustechnischen Anlagen unter
anderem aus dem Verkauf nicht mehr benötigter Grundstücke sowie
aus zu erwartenden Energiekostenersparnissen bereit.
Im
mehr als 100 Seiten starken Energiebericht werden die
Handlungsfelder skizziert, die Verbrauchswerte der einzelnen Gebäude
angegeben und es wird über Maßnahmen berichtet, wie man dieses
ehrgeizige Ziel umsetzt. Deutlich wird dabei, dass bereits rund zwei
Drittel der geplanten CO2 Minderung erreicht wurden.
Ebenso kann mit einer Energiekosteneinsparung von rund 173.000 Euro
pro Jahr gerechnet werden. Dem stehen einmalige Investitionen von
rund 2,43 Mio. Euro gegenüber.
Die
Umgestaltung des Foyerbereiches am Berufskolleg Wesel wurde wegen jüngster
Entwicklungen zunächst vertagt. Die im Haushalt vorgesehenen Mittel
von 550.000 Euro sollen auf 25.000 Euro reine Planungskosten
reduziert werden, weil man dann ein schlüssiges Konzept mit Mensa,
Umbau der Turnhalle etc. entwickeln wird. Der Kreistag wird hierüber
abschließend entscheiden.
Einstimmig
empfahl der Ausschuss dem Kreistag, die vorgelegte und stark
vereinfachte Neufassung der Abfallsatzung so zu verabschieden. Auch
die Errichtung und Vermietung von Schilderprägewerkstätten auf dem
Gelände des Parkdecks am Kreishaus Wesel wurde positiv gesehen.
Dies sei bürgerfreundlich, die kurzen Wege seien vorteilhaft und es
sei eine kostenneutrale Lösung.
Großes
Lob erhielt auch der Bauhof für die gute Bewältigung des
Winterdienstes. Der Kreisbauhof in Alpen-Bönninghardt musste sich
um 166 Kilometer Kreisstraßen und 136 Kilometer Radwege kümmern.
Seit November wurden bereits 300 Tonnen Salz und 100 Tonnen Sole
verbraucht. Die Kosten dafür betragen 66.800 Euro (Vergleichzahlen
2008: 21.386 Euro und 2007: 11.920 Euro).
Der
Technische Dezernent Hans-Joachim Berg wies ebenso wie Bauhofleiter
Franz Jansen auf einige Probleme hin. So war der Wintereinbruch
beinahe gleichzeitig auf allen Straßen im Kreisgebiet. Deshalb
konnte man nicht alle Straßen sofort räumen. Salz und Sole wirken
nur bis maximal minus 8 Grad, so dass auch hier Probleme entstanden
seien. Insgesamt habe man aber rund um die Uhr gearbeitet und
versucht, die Kreisstraßen frei zu bekommen.
Für diese fast „übermenschliche Leistung“ zollte
der Ausschuss dem Kreisbauhof großes Lob. Berg versicherte, dass
man zukünftig weiter bemüht sei, Kooperationen mit den Kommunen
einzugehen, damit der Streudienst insgesamt weiter optimiert wird.
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