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KREIS VIERSEN
Unabhängige Wähler im Kreis Viersen (UWKV) wollen Mehrheitsverhältnisse im Kreistag mit gestalten

KREIS VIERSEN. Die „Unabhängigen Wähler für den Kreis Viersen“ (UWKV) wollen auf jeden Fall bei der Kommunalwahl 2009 im Sommer auf Kreisebene antreten und die absolute CDU-Mehrheit ablösen. Dies erklärte der Vorstand der UWKV. Die unabhängige Wählergemeinschaft schätzt das Wählerpotential für den Kreis Viersen auf der Höhe der guten Ergebnisse in Tönisvorst und Viersen. „Es ist Zeit für eine Veränderung, auch im Kreis Viersen“ war von beiden Seiten der Unabhängigen zu hören. Sie wollen vor allem unzufriedene konservative und bürgerliche Wählerinnen und Wähler ansprechen. Die absolute CDU-Mehrheit in den letzten zehn Jahren im Kreistag habe dem Kreis wirtschaftlich nicht gut getan. In vielen Bereichen sei der Kreis das Schlusslicht der Landkreise. Es fehle an innovativen Ideen und wirtschaftlichen Konzepten. Die falsche Finanzpolitik des Kreises, so der stv. Vorsitzende und Pressesprecher der UWKV Jörg Frick, werden sogar durch CDU dominierte Gemeinden wie die Stadt Willich abgelehnt. Der Kämmerer der Stadtverwaltung der Stadt Willich hatte unlängst scharfe Kritik an der Haushaltspolitik der Kreisverwaltung geübt.

Die unabhängige Wählergemeinschaft denke aktuell ernsthaft darüber nach, einen eigenen Kandidaten für das Amt des Landrates aufzustellen. Eine abschließende Entscheidung sei jedoch noch nicht getroffen, vielmehr sei man aktuell im Dialog mit weiteren unabhängigen Wählergemeinschaften in anderen Kommunen und prüft, ob gemeinsame Interessen auf Kreisebene nicht auch gemeinsam getroffen werden können. Ein eigener Kandidat wird von der Wählergemeinschaft „Für VIE“ jedoch stark befürwortet und in Tönisvorst findet diese Idee großen Anklang. Sollte man jedoch keinen eigenen Kandidaten aufstellen, werde man überlegen Landratskandidatin Irene Wistuba oder Landratskandidat Lothar Vauth zu unterstützen. Die FDP-Kandidatin Wistuba habe schon letztes Mal gegen Ottmann ein zweistelliges Wahlergebnis eingefahren und die SPD habe mit Lothar Vauth einen starken Kandidaten für das Rennen aufgestellt. Vauth, spreche als Rechtsanwalt einer großen Anwaltssozietät mit Sicherheit auch bürgerliche Wähler an.

Außer den beiden genannten Bewerbern um das Amt des Landrates sieht man keinen ernstzunehmenden Kandidaten, selbst wenn andere Parteien noch Bewerber benennen würden. Beim Amtsinhabers Ottmann müsse man eine Unterstützung schon sehr genau überdenken. Immerhin habe er vier Jahre Zeit gehabt, den Kreis wirtschaftlich nach vorne zu bringen und nicht viel bewegt. Die Wirtschaft bekomme keine Impulse und Initiativen sind kaum erkennbare Mangelwaren. Hier könne man sich der Kritik aus den eigenen Reihen der CDU aus Willich eher anschließen.

Anfang April werde man sich zu diesem Thema positionieren. Dies hänge sicherlich auch noch von den Meinungen möglicher andere Mitstreiter im Kreis Viersen ab. „Wir behalten uns vor, alle Optionen zu prüfen. Besonders auf die Meinung noch nicht angeschlossener Wählergemeinschaft legen wir großen Wert“ so der Pressesprecher der UWKV.

Ende März erfolgt die Aufstellung der Kandidaten der UWKV für den Kreis Viersen. Möglicherweise habe man bis dahin auch persönliche Gespräche mit dem Amtsinhaber und den Herausforderern Irene Wistuba sowie Lothar Vauth geführt, jedoch ganz sicher die Kontakte zu anderen Wählergemeinschaften intensiviert.

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