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KREIS VIERSEN

Volksbank Viersen und Volksbank Schwalmtal streben Fusion an

KREIS VIERSEN. Die Volksbank Schwalmtal und die Volksbank Viersen wollen für ihre Mitglieder und Kunden ab 2010 als ein gemeinsames Genossenschaftsinstitut arbeiten. Über ihre Fusionsabsichten berichteten die Vorstände der lokalen Presse. Einen Tag vorher wurden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter informiert und an die Mitgliedervertreter der Volksbank Viersen und die Mitglieder der Volksbank Schwalmtal sind entsprechende Briefe herausgegangen. "Beide Volksbanken stehen wirtschaftlich auf einem soliden Fundament, schreiben positive Zahlen und stehen für erfolgreiche Mitgliederförderung", so Jürgen Cleven, Vorstandsvorsitzender der Volksbank Viersen. "Jetzt wollen wir gemeinsam und dauerhaft besser werden." 
 
Im Mai, so Michael Willemse, Vorstand der Volksbank Schwalmtal, werde der Generalversammlung in Niederkrüchten und der Vertreterversammlung in Viersen der Fusionsantrag zur Entscheidung vorgelegt: "Beide Häuser sind Mitgliederbanken. Auch die neue Volksbank wird eine Mitgliederbank sein. Deshalb haben in derart grundsätzlichen Fragen unsere Anteilseigner zu entscheiden." Die Fusion sei ausschließlich von dem Gedanken geprägt, den steigenden Anforderungen der Mitglieder und Kunden dauerhaft besser entsprechen zu können, bekräftigt Jörg Padtberg, Vorstandskollege von Willemse. Padtberg weiter: "Zwischen beiden wirtschaftlich gesunden Banken besteht seit vielen Jahren eine vertrauensvolle und partnerschaftliche Zusammenarbeit. Wir kooperieren erfolgreich in den Bereichen Bildung, Immobilien, Internet und Datenschutz. Die Fusionspartner kennen sich gut und erfüllen damit eine wichtige Voraussetzung für eine erfolgreiche Verschmelzung." Nach Auskunft der Vorstände bleiben alle Kundenbereiche an den bestehenden Standorten erhalten. In den verschiedenen Geschäftssparten wird durch den vermehrten Einsatz hochqualifizierter Spezialisten die Beratungsqualität weiter ausgebaut. "Bei Verwirklichung der Verschmelzung verfügt die neue Bank über acht Geschäftsstellen in einem überschaubaren Geschäftsgebiet. 

Die enge Verbindung zu den Kunden und Mitgliedern ist gewährleistet", so Helmut Pollmanns, Vorstandsmitglied der Volksbank Viersen: "Leistungsfähige Beratung wird dauerhaft vor Ort sichergestellt. Die Ansprechpartner der Kunden sorgen auch in Zukunft für gelebte Kundennähe." Durch die Fusion bietet sich die einmalige Gelegenheit, im Kreis Viersen eine leistungsfähige, an den Belangen der Mitglieder, Kunden und heimischen Wirtschaft orientierte Genossenschaft zu bilden. Dies sichere die Unabhängigkeit von den benachbarten Oberzentren. Verändertes Kundenverhalten durch neue Technologien, Forderungen der Mitglieder und Kunden nach kostengünstigen Produkten von hoher Qualität, mehr Aus- und Weiterbildung für die Mitarbeiter, aber auch härtere Wettbewerbsbedingungen durch Globalisierung und ständig steigende bürokratische Anforderungen des Staates bedingen neue, größere Einheiten, argumentieren die Volksbank-Vorstände. Durch den Zusammenschluss beider Häuser wird eine Betriebsgröße erreicht, die die Wettbewerbsfähigkeit am Markt weiter verbessert. Beides ermöglicht eine dauerhaft stabile Ertragskraft und eine breitere Kapitalbasis. Das höhere Eigenkapital der neuen Kreditgenossenschaft trägt dazu bei, dass der steigende Kreditbedarf ihrer privaten und mittelständischen Kunden auch in Zukunft in zuverlässiger Weise erfüllt wird, machten die Vorstände deutlich. Auch wird den strengeren Anforderungen der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht an die Kredit- und Risikopolitik besser entsprochen. Die Risikotragfähigkeit der Bank wird dadurch erhöht. Vorstände und Aufsichtsräte beider Banken sind nach umfangreicher Prüfung von Kundeninteressen und betriebswirtschaftlicher Sachverhalte sowie sorgfältigen und eingehenden Beratungen zu dem einstimmigen Beschluss gekommen, eine Verschmelzung auf Basis der Jahresabschlüsse zum 31. Dezember 2009 durchzuführen.

Aus steuerlichen und wirtschaftlichen Gründen haben sich die Gremien darauf geeinigt, dass die Volksbank Viersen im Falle der Fusion die übernehmende Bank und die Volksbank Schwalmtal die übertragende Bank ist. Alle Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder werden in die Organe der fusionierten Bank übernommen. "Die organisatorischen Änderungen für Mitglieder und Kunden werden auf jeden Fall gering gehalten. Alle Kontonummern werden beibehalten. Für die Kunden der Volksbank Schwalmtal gilt zudem, dass die derzeit ausgegebenen VR-BankCards bis zur nächsten Hauptausstattung weiter genutzt werden können. Für die Kunden der Volksbank Viersen ändert sich nichts", so Peter Gartz, Vorstandskollege von Cleven und Pollmanns. Die Interessen der Mitglieder der Volksbank Schwalmtal sollen zukünftig mit einem Vertreter für 30 Mitglieder in der Vertreterversammlung wahrgenommen werden. Darüber hinaus sollen in den nächsten Jahren die Mitglieder aus dem Geschäftsgebiet der Volksbank Schwalmtal in einer eigenen Mitgliederversammlung über die Entwicklung der Bank informiert werden. Beide Partner wollen rechtzeitig die Weichen stellen, um den Bestand einer eigenständigen, leistungsstarken und mittelstandsorientierten Genossenschaftsbank im Kreis Viersen zu sichern, so die Vorstände. "Wir werben dafür bei unseren Mitgliedern, die über die gemeinsame Zukunft in der nächsten Generalversammlung beziehungsweise Vertreterversammlung entscheiden", betont Cleven.

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