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KREIS VIERSEN
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"Wir stabilisieren den Markt
und versorgen den Mittelstand zuverlässig mit
Investitionsmitteln"
Volksbanken verbessern in der Finanzmarktkrise ihr Image und setzen
auf langfristige Kundenbeziehungen
VIERSEN. Die internationale
Finanzmarktkrise lässt auch Privat- und Firmenkunden am heimischen
Bankschalter nicht kalt. "Unsere Kunden haben vermehrt
nachgefragt, inwieweit die seit über einem Jahr anhaltende
Finanzmarktkrise auch die Volksbanken betrifft", sagte Jürgen
Cleven, Vorstandsvorsitzender der Volksbank Viersen: "Und wir
sind natürlich sehr froh darüber, dass wir diese Probleme unserer
Wettbewerber nicht haben. Im Gegenteil - wir sehen uns als den
stabilisierenden Faktor im Markt. Und wir versorgen weiterhin
Unternehmer und Unternehmen vor Ort zuverlässig mit
Investitionsmitteln." Die von Mittelstandsvertretern
befürchtete Kreditklemme sei deshalb ausgeblieben. Angesichts der
Vehemenz der Finanzmarktkrise seien die Sorgen der Menschen
allerdings verständlich, so Cleven: "Viersen ist jedoch sehr
weit weg von Amerika." Auf dem US-Kapitalmarkt finde derzeit
eine gewaltsame Strukturbereinigung ohne Beispiel statt. Das
Geschäftsmodell einer Reihe von US-Banken und Investmenthäusern
habe sich als nicht tragfähig erwiesen. Institute, die in der
Vergangenheit hohe zweistellige Renditen auswiesen, dafür aber auch
sehr hohe, letztlich Existenz bedrohende Risiken eingingen, schieden
nun zu Recht aus dem Markt aus. Dass die internationale
Finanzmarktkrise in Deutschland sich kaum auf die Unternehmen
auswirke, sei insbesondere ein Verdienst der regional verwurzelten
Genossenschaftsinstitute, so Cleven weiter: "Wir Volksbanken
verfügen über eine robuste Einlagenseite und haben zudem nicht mit
unsicheren Hypothekenkreditpaketen spekuliert, sondern unsere
Eigenkapitalstärke behalten. Entsprechend können wir die seit zwei
Jahren steigende Nachfrage des Mittelstandes nach
Investitionsmitteln souverän befriedigen." Deshalb und weil
die Volksbanken - anders als die globalen Finanzkonzerne - selbst in
der schwierigen ersten Hälfte dieses Jahrzehnts solide Partner der
Unternehmer vor Ort geblieben seien, gehe die genossenschaftliche
Bankengruppe in Nordrhein-Westfalen mit einem Imagegewinn aus der
Finanzmarktkrise. Insgesamt aber, so Cleven, sei viel Vertrauen in
die Kompetenz der Banken in der Bevölkerung mit der
Finanzmarktkrise verloren gegangen. Das zeige eine aktuelle
repräsentative Befragung von 1.000 Bundesbürgern durch das
Meinungsforschungsinstitut GfK (Gesellschaft für Konsumforschung)
im Auftrag des Rheinisch-Westfälischen Genossenschaftsverbandes.
"Einmal mehr hat sich gezeigt, dass die heutige
Finanzwirtschaft mit ihrer insbesondere bei den Geschäftsbanken
ausschließlichen Orientierung auf die Rendite weder sozial noch
wirtschaftlich nachhaltig ist", bekräftigte Cleven. Die wahren
Opfer der aktuellen Finanzmarktkrise seien die amerikanischen und
zunehmend die deutschen Steuerzahler und weltweit hunderttausende in
die Überschuldung getriebene Immobilienbesitzer sowie die
US-Pensionäre, die ihr Vermögen allein auf Aktien von Lehman
Brothers gesetzt hätten. "Unsere Herausforderung besteht
weiter darin, Angebote und Dienstleistungen zu erbringen, die der
wirtschaftlichen Förderung unserer Mitglieder und Kunden dienen und
deren Vergütung gleichzeitig ein stabiles Wachstum bei
ausreichender Risikotragfähigkeit gewährleisten",
bekräftigte das Vorstandsmitglied der Volksbank Viersen. Das
würden andere Bankgruppen zwar anders handhaben, aber auch hier
werde sich der genossenschaftliche Ansatz durchsetzen: "Gier
ist noch niemandem gut bekommen, das lesen wir doch gerade auf den
Wirtschaftsseiten. Lieber heute ein Zehntel Prozent weniger, dafür
auf Dauer mehr Sicherheit - das ist unsere Maxime. Und es verstärkt
sich bei mir der Eindruck, dass eine solche Haltung wieder
mehrheitsfähig ist." Dank ihres bodenständigen und
mitgliederorientierten Geschäftsmodells seien die Volksbank Viersen
und der genossenschaftliche Finanzverbund mit ihrer intensiven
Kundenbindung weniger abhängig von Refinanzierungen am
Kapitalmarkt. Cleven: "Die Volksbank wird weiterhin ihr
Geschäft in der heimischen Region machen und keine unnötigen
Risiken eingehen." Für die Stabilität des
genossenschaftlichen Finanzverbundes sorge zudem die
Sicherungseinrichtung des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken
und Raiffeisenbanken (BVR). Sie schützt die Einlagen der Kunden
ohne betragliche Begrenzung. "Das bieten insbesondere nicht
jene Wettbewerber, die mit selbstzerstörerischen Höchstzinsen
Kunden fangen", sagte Cleven. Bei den Volksbanken dagegen seien
Spareinlagen, Sparbriefe, Termin- und Sichteinlagen sowie
Inhaberschuldverschreibungen umfassend gesichert. Die
Sicherungseinrichtung des BVR praktiziere außerdem seit über 70
Jahren den so genannten Institutsschutz. Deshalb habe noch kein
Mitglied und kein Kunde einer der Sicherungseinrichtung
angeschlossenen Volksbank einen Ausfall oder Verlust seiner Einlagen
hinnehmen müssen. Dies gelte auch für
Inhaberschuldverschreibungen, die gleichfalls ausfallgeschützt
seien. Gespeist werde die Sicherungseinrichtung des BVR durch die
Beitragszahlungen der Banken.
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