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Lanxess
baut neue Formalin-Anlage am Standort
Krefeld-Uerdingen
KREFELD.
Die Lanxess AG errichtet am Standort
Krefeld-Uerdingen eine neue Anlage zur
Formalin-Produktion. Der
Spezialchemie-Konzern macht sich damit
unabhängig von Zukäufen dieses
Vorprodukts, das zur Herstellung von
Trimethylolpropan (TMP) benötigt wird. TMP
ist ein dreiwertiger Alkohol, der unter
anderem für zahlreiche Produkte in der
Möbel-, Bau- und Automobilindustrie
verwendet wird. Das Investitionsvolumen für
den Neubau sowie in die
Verfahrensoptimierung liegt bei insgesamt
rund 18 Millionen Euro. Lanxess schafft
damit fünf zusätzliche Arbeitsplätze am
Standort Krefeld-Uerdingen. Der Baubeginn
der neuen Anlage wird voraussichtlich im
dritten Quartal dieses Jahres erfolgen, die
Inbetriebnahme ist für Ende 2011 geplant.
Auf insgesamt 1.000 Quadratmetern entstehen
neben der Anlage auch neue Formalin- und
Methanoltanks.
"Mit
einer eigenen Formalin-Anlage bauen wir
unsere bereits starke globale Position als
Hersteller und Lieferant von
Trimethylolpropan weiter aus", erklärt
Werner Breuers, Vorstandsmitglied der Lanxess
AG. "Durch wegfallende Transportkosten
und weitere Synergieeffekte bei der
Energieeffizienz entstehen für uns
signifikante Kostenvorteile." Rainier
van Roessel, Vorstandsmitglied und
Arbeitsdirektor der Lanxess AG,
ergänzt: "Diese Investition des
Geschäftsbereichs Basic Chemicals ist ein
weiteres wichtiges Zeichen für den
Wirtschaftsstandort Deutschland und ein
klares Bekenntnis zu unserem
Niederrhein-Werk in Krefeld-Uerdingen."
Bereits im
vergangenen Jahr hatte der Geschäftsbereich
angekündigt, im ersten Quartal 2010 am
Standort in Leverkusen den Ausbau der
Produktionsanlagen für die wichtigen
Basischemikalien Kresole, Vulkanox BHT,
Vulkanox BKF und Mono-Chlorbenzol
abzuschließen. Der Ausbau mit einem
Investitionsvolumen von rund 35 Millionen
Euro ermöglicht eine Steigerung der
Kapazitäten um bis zu 60 Prozent.
Auch in
Zukunft werde Lanxess auf die
deutschen Produktionsstätten setzen,
versichert van Roessel. "Gut
ausgebildete, erfahrene Mitarbeiter, eine
exzellente Infrastruktur sowie unmittelbarer
Zugang zu technischer und wissenschaftlicher
Innovation seien wichtige Standort- und
Wettbewerbsvorteile." Erst vor zwei
Wochen hatte Lanxess mit dem
offiziellen Spatenstich den Bau eines neuen
Werks für Membrantechnologie im
ostdeutschen Bitterfeld mit einer
Gesamtinvestition von 30 Millionen Euro
eingeleitet. Der Spezialchemie-Konzern
plant, in diesem Jahr insgesamt rund 150
Millionen Euro in die deutschen Standorte zu
investieren.
Der
Geschäftsbereich Basic Chemicals gehört
zum Segment Advanced Intermediates, das in
neun Monaten des Geschäftsjahrs 2009 einen
Umsatz von 827 Millionen Euro erzielte.
Produktionsstandorte sind in Deutschland
(Dormagen, Krefeld-Uerdingen, Brunsbüttel
und Leverkusen), China (Liyang), Indien (Nagda)
und den USA (Baytown/Texas). In Deutschland
beschäftigt der Geschäftsbereich rund
1.000 seiner weltweit mehr als 1.400
Mitarbeiter.
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