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IHKs Düsseldorf & Mittlerer Niederrhein:
Der Aufschwung ist stabil

MAAS RHEIN.  "Der Konjunkturaufschwung hat sich in der Region Düsseldorf/ Mittlerer Niederrhein zu Jahresbeginn 2011 unvermindert fortgesetzt. Auch für den weiteren Jahresverlauf ist die regionale Wirtschaft sehr optimistisch", fasst Dr. Udo Siepmann, Hauptgeschäftsführer der IHK Düsseldorf, das Ergebnis der gemeinsamen Konjunkturumfrage der IHKs Düsseldorf und Mittlerer Niederrhein zusammen. Beteiligt hätten sich daran zu Jahresbeginn 2011 von Viersen bis Velbert mehr als 900 Betriebe aus Industrie, Handel und Dienstleistungen mit zusammen rund 90.000 Beschäftigten. "Damit dürfte in diesem Jahr der tiefe Einbruch aus dem Krisenjahr 2009 überwunden werden", verdeutlicht Siepmann die gute Verfassung der regionalen Wirtschaft. Rund 90 Prozent der befragten Betriebe berichteten aktuell über eine befriedigende oder sogar gute Geschäftslage. Nur etwas über zehn Prozent der Befragten seien derzeit unzufrieden. Damit sei der Indikator für die Geschäftslage seit Spätsommer letzten Jahres um elf Prozentpunkte auf einen Wert von aktuell knapp 32 Punkten gestiegen. Dieser Wert sei zuletzt nur um die Jahrtausendwende und im Boom der Jahre 2006/08 übertroffen worden. "Von dieser hervorragenden Ausgangslage rechnet die regionale Wirtschaft mit einem fortgesetzten Aufschwung", betont der IHK-Hauptgeschäftsführer weiter. Mehr als die Hälfte der Betriebe erwarte demzufolge eine weitere Verbesserung ihrer Geschäftslage. Da umgekehrt nicht einmal jeder zehnte mit einem Rückschlag rechne, würden die Erwartungen mit gut 42 Prozentpunkten die aktuelle Geschäftslage nochmals deutlich toppen. Dieser Wert sei zuletzt im Spätsommer 2000 übertroffen worden. Der Aufschwung sei deshalb als stabil zu bezeichnen, weil er alle Wirtschaftszweige und Betriebsgrößen erfasst habe. So würden alle Indikatoren, angefangen von der künftigen Geschäftstätigkeit über die Auftragseingänge aus dem In- und aus dem Ausland, die Investitionen bis hin zur Beschäftigung auf grün stehen. Viele Betriebe wollten zudem ihre Investitionspläne nochmals ausweiten. Nahezu jeder dritte Industriebetrieb wolle darüber hinaus in zusätzliche Kapazitäten investieren. Zugelegt habe auch der private Konsum, wenngleich Geschäftslage und Erwartungen des regionalen Einzelhandels hinter den übrigen Branchen zurückblieben. Dennoch zeigten sich die Einzelhändler so zufrieden, wie seit dem Wiedervereinigungsboom nicht mehr. Die allgemeine Nachfrage nach Arbeitskräften sei zudem so schnell wie seit Jahrzehnten nicht mehr gestiegen. Über alle Branchen gebe es aktuell mehr Unternehmen, die ihre Beschäftigung aufstocken wollten. "Die hohe Dynamik des Aufschwungs sorgt erneut für verstärkten Fachkräftebedarf in der regionalen Wirtschaft", verdeutlicht Dr. Dieter Porschen, Hauptgeschäftsführer der IHK Mittlerer Niederrhein, die Kehrseite der hohen Nachfrage nach Arbeitskräften. Zwar sei das Niveau des 2006/08er-Booms noch nicht erreicht, aber schneller als in früheren Aufschwungphasen spürten die Betriebe bereits wieder einen Fachkräftemangel. Insgesamt konstatierten 31 Prozent der befragten Unternehmen bereits heute einen Fachkräftemangel, allen voran die Bauwirtschaft (44 Prozent) und die Investitionsgüterindustrie (37 Prozent). "Das Problem der mittelfristigen Fachkräftesicherung ist in den Unternehmen erkannt worden", erklärt Porschen. Rund zwei Drittel aller Betriebe wollten selber aktiv werden. Dabei stehe insbesondere die Aus- und Weiterbildung sowie die Zusammenarbeit mit Schulen und Hochschulen hoch im Kurs. "Einige Konjunkturrisiken aber bleiben", gibt Siepmann abschließend zu Bedenken. Dazu zähle er steigende Preise bei Energie und Rohstoffen sowie die Verknappung und Verfügbarkeit Letzterer. Sorge bereite auch die Schuldenkrise einiger europäischer Länder. Last but not least könnten steigende Zinsen auf der Finanzierungsseite genauso zur Belastung werden, wie eine gedämpfte Konjunktur in den Schuldnerländern, die sich negativ auf deren Auslandsnachfrage auswirken würde.

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