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Schulz-Gruppe ist weiter auf Expansionskurs

KREFELD. Weiter auf Expansionskurs ist die Schulz Gruppe: Das Krefelder Unternehmen - hervorgegangen aus der 1945 gegründeten Wilh. Schulz GmbH - baut gerade in den USA im Bundesstaat Mississippi ein neues Werk für die Produktion sogenannter nahtloser Rohre. Abnehmer sind Kunden aus der Öl- und Gasindustrie. Oberbürgermeister Gregor Kathstede besuchte zusammen mit dem Geschäftsführer der Krefelder Wirtschaftsförderungsgesellschaft, Eckart Preen, das Unternehmen im neuen Firmengebäude an der Kuhleshütte und ließ sich von Geschäftsführer Wolfgang Schulz das Großprojekt auf amerikanischem Boden erläutern. Auf 400.000 Quadratmetern Grundfläche entsteht in Tunica/Mississippi eine moderne Fertigungshalle mit einer Länge von 435 Metern. Mit 10.000 Bar Druck wird darin unter anderem eine „Warm-Extrusionspresse“ arbeiten und die neuartigen Rohre in Abmessungen von 8 bis 24 Zoll fertigen - erstmals als nahtlose metallurgisch plattierte Rohre, quasi eine Ummantellung für spezielle Anwendungen. Für die Kaltverformungsmethode besitzt die Schulz Gruppe seit 2006 ein weltweites Patent. Bereits im ersten Quartal 2011 ist der Produktionsstart am neuen Standort in den USA vorgesehen. International produziert und agiert die Schulz Gruppe seit vielen Jahren. In Brasilien unterhält das Unternehmen in Campos dos Goytacazes zwei Produktionsstandorte. Verkaufs- und Serviceniederlassungen sowie Lagerstätten bestehen außerdem in 15 Ländern, darunter in China, Russland, Kanada, Thailand, Saudi Arabien, Ägypten und Süd-Korea. In Krefeld betreibt Schulz drei Fertigungsstätten. Im Stammwerk an der Kuhleshütte werden nahtlose und geschweißte Rohre und sogenannte Fittings mit insgesamt elf Hydraulikpressen produziert, im Spezialglühbetrieb an der Hülser Straße laufen acht Wärmebehandlungsanlagen und in einer Thyssen-Halle im Krefelder Süden ist der Maschinenbau beheimatet. „Wir bauen traditionell alle unsere Maschinen selbst, so geben wir kein Wissen aus der Hand. Durch unsere Kaltverformungsmethode haben wir im Wettbewerb einen technologischen Vorsprung“, so Geschäftsführer Wolfgang Schulz. 550 Mitarbeiter beschäftigt die Schulz Gruppe zur Zeit. „Wir arbeiten im Stammwerk in zweieinhalb Schichten, also fast rund um die Uhr“, macht Prokurist Luca Schulz deutlich. Mit Rohren und den entsprechen Verbindungs- und Anbauteilen beliefert Schulz namhafte Unternehmen in verschiedenen Branchen. Dazu gehören neben der Öl- und Gasindustrie auch die Chemische und die Nuklearindustrie. Eingesetzt werden die Produkte außerdem auch in Wasseraufbereitungsanlagen und Meerwasserentsalzungsanlagen. Wolfgang Schulz erklärt: „Wir liefern keine Massenware, sondern Spezialprodukte für besondere Anwendungen. Darin sind wir stark.“

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