| Verkehrsbilanz
2010: Düsseldorf International verzeichnet Zuwachs von
über einer Million Passagieren; erstmals rund
18.981.000 Fluggäste
DÜSSELDORF. Der
Düsseldorfer Flughafen wird das Verkehrsjahr 2010 mit
einem neuen Passagierrekord abschließen. Rund
18.981.000 Fluggäste nutzten in dem ablaufenden Jahr
den größten Airport NRWs – etwa 206.500 Flugzeuge
starteten und landeten 2010 in Düsseldorf. Dies
entspricht einem deutlichen Plus von 6,7 Prozent bei den
Passagierzahlen und 0,6 Prozent bei den Flugbewegungen
im Vergleich zum Vorjahr. „Mit einem Zuwachs von über
einer Million Passagieren erreichen wir ein
hervorragendes Verkehrsergebnis und einen neuen
Spitzenwert in der Geschichte des Düsseldorfer
Flughafens“, betont Christoph Blume, Sprecher der
Flughafengeschäftsführung. Im Vergleich zu 2009 ist
der Düsseldorfer Flughafen damit 2010 in absoluten
Zahlen stärker gewachsen als jeder andere Airport in
NRW.
Trotz des harten
Winters, der Aschewolke oder zahlreicher Streiks
innerhalb Europas hat sich der deutliche Wachstumstrend
am Düsseldorfer Flughafen, der Mitte 2009 begonnen
hatte, fortgesetzt. 2010 konnte der Düsseldorfer
Airport seine führende Position in NRW mit einem
Marktanteil von 53 Prozent bei den Passagieren weiter
deutlich ausbauen. Auch die Passagier-Marktanteile in
Deutschland konnte der Flughafen um 0,2 Prozentpunkte
oder 1,7 Prozent (auf knapp zehn Prozent) steigern.
Vor allem die
Drehkreuz-Strategie mit Lufthansa, Air Berlin und deren
Netzwerkpartnern zahlte sich weiterhin aus. So wuchs das
Umsteigervolumen in Düsseldorf im fünften Jahr in
Folge, bereits jeder zehnte Passagier in der
nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt ist
mittlerweile Umsteiger. „Diese Entwicklung
stabilisiert nachhaltig das gesamte Streckennetz in
Düsseldorf und fördert darüber hinaus erheblich den
Langstreckenverkehr“, betont Christoph Blume. So
bietet Düsseldorf International den Fluggästen bereits
mehr Interkontinentalflüge an als alle anderen
deutschen Verkehrsflughäfen zusammen, ausgenommen der
Drehkreuze Frankfurt und München.
Generell sind die
Fluggesellschaften in diesem Jahr ab Düsseldorf
deutlich effizienter unterwegs. Die Airlines weisen eine
höhere Auslastung ihrer Flugzeuge vor als in den
Vorjahren und setzen größeres Fluggerät ein. Das
positive Ergebnis: ein deutliches Passagierwachstum bei
annähernd konstanten Flugbewegungen.
Neue Ziele, neue
Airlines, mehr Kapazität
Der Flugplan ab
Düsseldorf konnte 2010 um zahlreiche neue Ziele und
Airlines ergänzt werden. Die Fluggesellschaft Air
Berlin startete beispielsweise im Laufe des Jahres 2010
sieben neue Strecken (zum Beispiel nach Tel Aviv und San
Francisco), die Lufthansa nahm sechs neue
Europaverbindungen (zum Beispiel Lissabon oder
Edinburgh) auf. Auch Richtung Asien und Nordamerika
wurden mehr Kapazitäten geschaffen. So setzt die
Airline Emirates auf ihrer Mittagsverbindung zum
Drehkreuz Dubai jetzt größere Flugzeuge ein (Boeing
777 statt A330), Delta fliegt derzeit erstmals auch in
der Wintersaison das nordamerikanische
Luftverkehrsdrehkreuz Atlanta täglich an.
Auch in Deutschland und
im europäischen Ausland gibt es neue Ziele ab
Düsseldorf: Die Airline EasyJet erweiterte ihr
Engagement in Düsseldorf mit je einem täglichen Flug
nach London (LGW) und Rom, Air France fliegt seit diesem
Jahr täglich nach Toulouse (bis 26. Februar täglich
außer Samstag), Orenair erweiterte das
Streckenportfolio nach Russland durch die Aufnahme von
wöchentlichen Verbindungen nach Omsk, Orenburg und
Chelyabinsk. Die Fluggesellschaft InterSky bietet
täglich bis zu zwei Verbindungen nach Friedrichshafen
an.
Mehr Service und
verbesserte Infrastruktur
Ein großer
Standortvorteil des Düsseldorfer Flughafens ist die
gelungene Verknüpfung von Luft- und Schienenverkehr,
die mit dem Fahrplanwechsel der Deutschen Bahn im
Dezember eine weitere Aufwertung erfahren hat. Mehr als
390 Züge fahren den Airport täglich an. Der Flughafen
Düsseldorf ist damit von mehr als 150 Bahnhöfen ohne
Umsteigen im regelmäßigen Taktverkehr erreichbar. Neu
ist eine zusätzliche stündliche Verbindung mit dem
Regionalexpress RE2 ins nördliche Ruhrgebiet und ins
Münsterland.
Auch in Sachen Service
hat sich in diesem Jahr wieder einiges getan. So ist
beispielsweise der erweiterte Parkservice über das
Internet sehr gut angenommen worden: 88.000 Parkplätze
wurden 2010 online reserviert. Das erfolgreiche
Parkangebot „Holiday Special“ mit günstigen Preisen
für Urlauber schon ab 39 Euro pro Woche, das es seit
2008 gibt, wird auch im kommenden Jahr fortgesetzt.
Dabei sind diese Langzeit-SparTarife noch attraktiver,
denn sie gelten jeweils noch einen Tag länger bei
unveränderten Preisen (eine Woche: 39 Euro, zwei
Wochen: 49 Euro, drei Wochen 59 Euro).
Neues
Gastronomie-Konzept
In diesem Jahr hat der
Airport zudem sein Gastronomie-Konzept fertig gestellt.
Es umfasst neun Outlets im öffentlichen Bereich des
Terminals sowie des Flugsteigs C. Mit dem neuen Modell
agiert der Airport nicht als Verwalter, sondern als
Gestalter und Unternehmer. Als Investor und Eigentümer
kann er über einen Managementvertrag Bereiche wie
Angebot, Qualität, Preisgestaltung, Service und Konzept
aktiv mitgestalten. Betreiber der neuen
Gastronomieeinheiten ist die Schweizer Restaurantkette
Marché International. Zwei weitere neue Restaurants –
beide betrieben von der Flughafen-Restaurant Stockheim
GmbH & Co. KG – verstärken das Gastronomieangebot
des Airports.
Bauprojekte am
Flughafen
Ein
Infrastrukturprojekt, das in diesem Jahr fortgesetzt
wurde, ist die Schaffung von Ersatzflächen für
verloren gegangene und zukünftig wegfallende
Abstellpositionen für Flugzeuge. Im April 2008 waren
durch den Bau der Flugzeughalle 7 im östlichen Bereich
des Vorfeldes Abstellpositionen für Flugzeuge verloren
gegangen. Umpositionierungen von Großraumflugzeugen und
Frachtmaschinen wurden und werden zusätzlich
erforderlich. Zudem berücksichtigt das Projekt den
geplanten Bau eines weiteren Hangars, der Halle 11. Für
insgesamt 14 Abstellpositionen soll somit im westlichen
Vorfeldbereich Ersatz im Verhältnis 1:1 geschaffen
werden. Für die Bauabschnitte 2 und 3 des Projektes „Ersatzfläche
Vorfeld West“ läuft gerade das
Planfeststellungsverfahren.
Zudem hat der Flughafen
den Umbau des Flugsteigs C in diesem Jahr abschließen
können.
Businesspark Airport
City weiter im Aufwind
Die Düsseldorf Airport
City hatte auch in diesem Jahr wieder jede Menge
Rückenwind. Der erste Bauabschnitt mit mehr als einem
Drittel der Gesamtfläche des Immobilienparks ist
bereits realisiert. Die Anzahl an hochwertigen Mietern
in der Airport City wächst weiterhin stetig. So hat die
Siemens AG im Herbst ihre Niederlassung in den
Business-Park am Flughafen verlegt, und der
Küchenmöbelhersteller ALNO AG konnte seine neue
Hauptverwaltung im Airport Office I eröffnen. Ein
weiterer neuer Mieter wird im Frühjahr die Gea Group
AG, ein Bochumer Systemanbieter für die Erzeugung von
Nahrungsmitteln und Energie, der seine Konzernverwaltung
in den Businesspark verlegt.
Jobmotor Flughafen
Das steigende
Passagieraufkommen spiegelt sich auch in der Zahl der
Arbeitsplätze wider. Am Standort Flughafen arbeiten
insgesamt rund 18.200 Menschen – mehr als je zuvor. Im
Jahr 2009 waren es noch 17.500 gewesen. Damit sind am
Airport innerhalb eines Jahres pro Woche
durchschnittlich 14 neue Jobs entstanden. Dies ist das
Ergebnis der jüngsten Arbeitsstättenerhebung, die das
Institut für Handelsforschung GmbH im Auftrag der
Flughafengesellschaft durchgeführt hat. „Die aktuelle
Untersuchung des IfH beweist erneut, dass der Flughafen
als größte Arbeitsstätte Düsseldorfs erhebliche
Beschäftigungsimpulse für ganz NRW gibt“, betont
Christoph Blume.
Ausblick 2011
Der Düsseldorfer
Airport startet mit Optimismus in das kommende Jahr –
trotz der Flugausfälle wegen des frühen und harten
Winteranfangs. „Düsseldorf International ist auf
einem hervorragenden Kurs, und wir werden unsere
Marktposition weiter ausbauen“, so Blume. „Unser
Geschäftsmodell setzt weiterhin auf qualitatives und
nachhaltiges Wachstum mit einem Mix aus internationalen
Netzcarriern sowie ausgewählten Low-Cost-Angeboten.“
Für den Flugplan gibt
es bereits eine ganze Reihe positiver Signale. Ein
echtes Highlight: Air China wird Düsseldorf nonstop mit
Peking verbinden. Die Fluggesellschaft, Mitglied der
Star Alliance, startet ab dem 27. März dreimal in der
Woche – dienstags, freitags und sonntags – mit einem
Airbus A330-200 in die chinesische Hauptstadt. Ab dem
23. Juni kommt ein vierter wöchentlicher Flug dazu, der
donnerstags stattfindet. Die neue Verbindung nach Asien
ist für Geschäftsreisende und Touristen gleichermaßen
attraktiv und bedeutet für das Luftverkehrsdrehkreuz
Düsseldorf International eine weitere
Qualitätssteigerung.
Darüber hinaus bauen
Fluggesellschaften ihre Fernstrecken ab Düsseldorf aus
und stärken das Drehkreuz Düsseldorf weiter. Lufthansa
wird beispielsweise auf ihren Bestandsstrecken ihre
Frequenzen erhöhen und größere Fluggeräte einsetzen.
Air Berlin wird ihre Strecke nach New York ganzjährig
bedienen und die Codeshareflüge mit den
Oneworld-Allianz-Partnern Finnair und American Airlines
ausweiten. Zudem vergrößert Air Berlin ihr
Italien-Programm mit täglichen Flügen nach Verona und
drei wöchentlichen Verbindungen nach Bari und Olbia.
Mit der portugiesischen
TAP wird Düsseldorf eine weitere neue Fluggesellschaft
begrüßen können. Ab dem 28. März und somit
pünktlich zum Beginn des Sommerflugplans verbindet die
Fluggesellschaft, die Mitglied der Star Alliance ist,
Düsseldorf International fünfmal wöchentlich mit
Lissabon. Die Passagiere von Deutschlands drittem
Luftverkehrsdrehkreuz profitieren durch die Verbindung
gleichzeitig auch von einer verbesserten Anbindung an
Brasilien und Lateinamerika.
Unterstützung durch
die Politik gefordert
An die Landespolitik
appelliert Christoph Blume, der Bedeutung des
Luftverkehrs für NRW als dem führenden deutschen
Industriestandort Rechnung zu tragen. „Der Schlüssel
für die Zukunft von NRW ist die internationale
Erreichbarkeit des Landes. Der Flughafen Düsseldorf ist
in der Lage und dazu bereit, weitere entsprechende
Interkontinentalverbindungen zu den wichtigsten
Wirtschaftsräumen der Welt aufzubauen. Eine
Unterstützung dieser Ziele durch die Landesregierung
wäre hilfreich und willkommen“, betont Blume.
In Richtung
Bundespolitik unterstrich er, dass die Einführung der
Luftverkehrssteuer die gesamte Branche schwer belaste.
„Es ist absolut unverständlich, warum die
Luftverkehrsbranche, die sich zu hundert Prozent selbst
finanziert, nun als einziger Verkehrsträger mit einer
Zusatzabgabe zur Kasse gebeten werden soll. Bei dieser
deutschen Insellösung ist zu befürchten, dass
jährlich etwa sechs Millionen Passagiere weniger die
deutschen Flughäfen nutzen und rund 5.000
Arbeitsplätze wegfallen“, so Blume.
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