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Gutachten: Potential für zusätzliche
Verkaufsfläche in Krefelder City vorhanden!

KREFELD. Den Abschlussbericht zum Gutachten „Einzelhandel in Krefeld – Perspektiven für die Innenstadt“ hat das Gutachterbüro Junker und Kruse jetzt präsentiert. Der Rat der Stadt Krefeld hatte nach der Diskussion um ein Einkaufszentrum in der zentralen Innenstadt beschlossen, eine „Steuerungsgruppe Innenstadt“ einzusetzen und die Einzelhandelssituation einschließlich eines möglichen Standortes für ein Einkaufszentrum gutachterlich untersuchen zu lassen. Im Juli 2010 hatte die Stadtverwaltung das Gutacherbüro Junker und Kruse aus Dortmund mit der Erstellung eines solchen Gutachtens beauftragt. Im Oktober 2010 hatte das Gutachterbüro der Steuerungsgruppe Innenstadt einen ersten Zwischenbericht vorgestellt. Nach vorangegangener Bestandserhebung, einer Bewertung von Umlandbeziehungen und einer städtebaulichen Analyse kommen die Gutachter zu einer qualitativen und quantitativen Bewertung. Für die Gesamtstadt Krefeld sind dabei insgesamt 438 700 Quadratmeter Verkaufsfläche ermittelt worden. Gegenüber der Erhebung von 2007, die von futura consult im Zusammenhang mit der Erstellung der Krefelder Liste der zentrenrelevanten Sortimente durchgeführt wurde, sind dies rund 23 800 Quadratmeter mehr Verkaufsfläche. Die Verkaufsflächen verteilen sich mit 121 200 Quadratmetern auf den sogenannten überwiegend kurzfristigen Bedarf, mit 93 900 Quadratmetern auf den überwiegend mittelfristigen Bedarf und mit 222 900 Quadratmetern auf den überwiegend langfristigen Bedarf. Das Gutachten zeigt, dass der Einzugsbereich des Krefelder Einzelhandels sich zu 76 Prozent auf die Einwohner der Stadt Krefeld selbst (Kerneinzugsgebiet) und zu elf Prozent auf den Nahbereich (Naheinzugsgebiet) mit Meerbusch, Willich, Tönisvorst, Kempen, Grefrath und Kerken konzentriert. Weitere neun Prozent Seite 7 kommen aus den weiteren Gemeinden der Umlandkreise sowie aus Mönchengladbach und Duisburg. „Krefeld spielt als Einzelhandelsstandort für das Umland eine zentrale Rolle. Die Gutachter gehen davon aus, dass zusätzliche Verkaufsflächen von 20 000 Quadratmetern regional verträglich seien“, so der Leiter des Fachbereichs Marketing und Stadtentwicklung Ulrich Cloos. Allerdings komme das Gutachten zu der klaren Empfehlung, bei der Erweiterung des Einzelhandelsangebots nicht alleine auf eine große bauliche Lösung zu setzen; diese sei nicht in die bestehende Struktur einzufügen. Insgesamt bestätige das Gutachten den Weg, den die Stadt mit dem Zentrenkonzept sehr früh eingeschlagen habe, das Stadtzentrum in seiner zentralen Versorgungsfunktion zu stärken, so Cloos. Die Stärke des Hauptgeschäftsbereichs sehen die Gutachter in seiner stabilen und kompakten Netzstruktur. Wichtige Achsen seien Hoch-, Rhein-, König- und Marktstraße. Darüber hinaus gebe es interessante Querverbindungen. Gut lokalisierte Magnete seien die Einzelhandelsstandorte Galeria Kaufhof, das Schwanenmarkt City-Center und C&A. Aus städtebaulicher Sicht sieht das Gutachten Handlungsansätze darin, den kompakten Haupteinkaufsbereich zwischen St.-Anton-Straße, Breite Straße, Dreikönigenstraße und Ostwall zu sichern, zu verdichten und zu attraktivieren – außerdem Wege zu qualifizieren, weitere gestalterische Höhepunkte zu schaffen, einige Hinterhof ähnliche Situationen aufzuwerten und die Abfolge von Plätzen herauszuarbeiten. „Der zentrale Handlungsansatz der Gutachter, den kompakten Haupteinkaufsbereich zu verdichten und zu attraktivieren, entspricht den bisherigen Leitbildern der Krefelder Innenstadt und im übrigen auch den Aussagen des Konzepts Stadtumbau West. Jetzt kommt es darauf an, durch die Beschlüsse im Rat und seinen Gremien diesen Weg konsequent zu gehen“, kommentiert Ulrich Seite 8 Cloos die städtebaulichen Handlungsansätze des Gutachtens. Die Steuerungsgruppe Innenstadt werde das Gutachten beraten und hieraus eine Empfehlung für den Stadtrat erarbeiten. 

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